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BUND DER k.k. MILITÄRVETERANEN DER LÄNDER DER BÖHMISCHEN KRONE


Im Jahre 2011 entstand ein Verband einiger Kameraden, die sich dem Namen gaben " Bund der k.k. Militärveteranen der Länder der Böhmischen Krone ". Außer der Interessen an Geschichte der Österreich-ungarischen Monarchie, entstand eines der Hauptziele und zwar die Aufsuchung und Rettung Denkmäler für die gefallenen Soldaten.
Denkmäler für die gefallenen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg zieren nicht nur einen Dorfplatz, Marktplatz oder Friedhof tschechischen Ortschaften. Die Menschen bringen Blumen dorthin und pflegen diese Stellen darum, da sie manchmal die einzige Erinnerung an ihre Verwandten, die aus dem grossen Krieg nichtmehr zurück kamen, bewahren. Im Gegensatz zu den Gebieten des ehemaligen Sudetenlandes, wo die ursprüngliche deutsche Bevölkerung ausgesiedelt und durch tschechische Bevölkerung ersetz wurde, sind diese Denkmäler fast vergessen. Falls sich diese im Zentrum der Ortschaft befanden, wurden sie abgerissen und falls eines der Denkmäler Glück hatte und sich am Rande des Friedhofes befindet, verfallen sie langsam. Oftmals leiden diese Denkmäler auch unter Streifzügen von Sammlern von Buntmetallen oder normaler Vandalen. Jedoch gibt es noch einige, die einmalige Botschaft der Erinnerung an tapfere Soldaten, welche im grossen Krieg gefallen sind, bewahren.
Im Jahre 2012 transformierte sich dieser " Bund der k.k. Militärveteranen der Länder der Böhmischen Krone " um und trägt nun die Bezeichnung Bürgerverband und begann intensiv an verschiedenen Projekten der Errettung von Denkmälern und Gräbern aus dem erste Weltkrieg zu arbeiten. In einer Situation, wo sich die meisten Denkmäler und Gräber in einem sehr unerfreulichen Zustand befinden, ist es eine sehr anspruchsvolle Arbeit und kostet viel Zeit und Finanzierungsmittel. Umso erfreulicher ist es, dass für die Anstrengungen der Verband nicht allein ist, aber dass viele Bürger und Organizationen mitwirken.



Kurze Geschichte der Militärveteranen Vereine

Der Hintergrund für die um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Taufe gehobenen Veteranenvereine war die schwierige Situation der Soldaten aus den ärmeren Bevölkerungsschichten. Im Gegensatz zu den Bessersituierten, die sich vom Militärdienst freikaufen konnten, mussten sie oft sechs bis achte Jahre dienen. Dazu kam der Umstand, dass für die Veteranen der Feldzüge von 1848/49, 1859 und 1866 keine Vorsorge und Unterstützung von staatlicher Seite zu erwarten war. Weiters stand aus dem Kriegsdienst versehrt heimgekehrten Männern zu diesen Zeiten auch noch keine Rente zu. Aus Solidaritätsgründen wurden daher diese Veteranenvereine ins Leben gerufen. Die Gründung dieser Vereine war in erster Linie im sozialen Denken der Betroffenen verankert. Diese neu gegründeten Soldatengemeinschaften verschrieben sich der Tradition und waren in vielerlei Hinsicht karitativ und unterstützend ausgerichtet, vor allem pflegten sie die praktische Kameradschaft.